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Projekt

Über den Ausbau der A 3 Regensburg

Die A 3 ist eine der wichtigsten deutschen Autobahnen und mit knapp 780 km Länge die zweitlängste Autobahn Deutschlands. Sie verknüpft das Rhein-Main-Gebiet mit Österreich und Südosteuropa. Überdies ist die A 3 eine bedeutende Lebensader Regensburgs: Handel und Gewebe, Industriebetriebe, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen befinden sich beidseits der Autobahn.

Die bisher vierspurige A 3 wird multifunktional genutzt: einerseits für den regionalen und kommunalen Verkehr, andererseits für den Reise- und Fernverkehr. 2010 zählte man im Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Regensburg Universität durchschnittlich rund 67.000 Fahrzeuge pro Tag. Laut Verkehrsprognose wird diese Zahl bis 2030 auf 82.000 Fahrzeuge ansteigen. Im Urlaubsreiseverkehr erreicht die Autobahn Spitzenwerte mit nahezu 100.000 Fahrzeugen pro Tag. Der Anteil des Schwerlastverkehrs (leichte und schwere LKW) am Gesamtverkehr liegt mit rund 20 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt (15 Prozent). Der Ausbaubedarf ist unbestritten, das Projekt ist öffentlich akzeptiert.

Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse wird die A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und Anschlussstelle Rosenhof auf einer Länge von knapp 15 Kilometern von bisher zwei Fahrspuren auf künftig drei Fahrspuren je Fahrtrichtung erweitert. Hierfür müssen insgesamt 16 Brücken neu gebaut oder verbreitert werden, darunter die knapp 200 Meter lange Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn bei Burgweinting.

Der komplexe Ausbau macht Sperrungen der die A 3 kreuzenden Bauwerke sowie Umleitungen erforderlich. Dennoch wird die A 3 während der gesamten Ausbaumaßnahmen weitestgehend vierspurig befahrbar sein. Im Baustellenbereich wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h eingerichtet und eine Stauwarnanlage aufgestellt. Die Autobahndirektion und die Polizei beobachten die Verkehrs- und Unfalllage sehr genau und werden bei Bedarf die Geschwindigkeitsbeschränkung weiter reduzieren. Zu wenigen Terminen wird aufgrund der Brückenarbeiten eine Vollsperrung der Autobahn notwendig sein.

Die Autobahndirektion Südbayern bemüht sich, die Einschränkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Alle Verkehrsteilnehmer bitten wir um Geduld und erhöhte Vorsicht im Baustellenbereich.

Projektfilm

Zahlen und Fakten zum Ausbau der A 3

Dauer: 6 Jahre, ab Februar 2018
Länge: rund 15 Kilometer, zwischen Autobahnkreuz (AK) Regensburg und Anschlussstelle (AS) Rosenhof
Kosten: 230 Millionen Euro und 40 Millionen Euro für den Neubau der Bahnbrücke Burgweinting
Vorhabensträger: Autobahndirektion Südbayern, vertreten durch die Dienststelle Regensburg
Art des Ausbaus: symmetrischer Ausbau von 4 auf 6 Fahrstreifen
Bauwerke: 16 Über-/Unterführungen werden erneuert, 24 Schilderbrücken werden neu errichtet.
Lärmschutz: Zum Schutz der angrenzenden Bebauung vor Verkehrslärm werden umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen mit Lärmschutzbelag sowie Lärmschutzwällen und Wall-/Wand-Kombinationen mit einer Länge von insgesamt 19 Kilometern und Höhen von bis zu 14 Metern umgesetzt.
Umweltschutz: Im Zuge des rund 15 Kilometer langen Ausbaus der A 3 ist es unvermeidlich, Eingriffe in Natur und Umwelt vorzunehmen. Kompensiert wird dies durch naturschutzfachliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Vorgesehen sind rund 10 Hektar an Ausgleichsflächen und 7,5 Hektar für die Pflanzung von Gehölzen.

Wesentliche Maßnahmen 2018 und 2019

2019: Erneuerung Überführung Unterislinger Weg (Bauwerk 56)

Ab Ende Januar 2019 wird die Brücke Unterislinger Weg erneuert. Während des Neubaus ist die Brücke für den Verkehr gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet.

Zeitraum: Ende Januar 2019 bis November 2019

2019: Erneuerung Unterführung Landshuter Straße (Bauwerk 58)

Die Autobahnbrücke über die Landshuter Straße wird erneuert. Die Verbindung bleibt grundsätzlich offen. Für den Abbruch und das Einheben von Trägern für den nördlichen Teil der Brücke muss die Landshuter Straße im Jahr 2019 an zwei Wochenenden gesperrt werden.
Zeitraum: März 2019 bis November 2020
Sperrtermine Landshuter Straße: 30. bis 31. März 2019
und 27. bis 28. Juli 2019

2018-2022: Ersatzneubau Bahnunterführung Burgweinting (Bauwerk 59)

Seit Februar 2018 wird die Eisenbahnbrücke Burgweinting neu gebaut. Die Bauzeit beträgt rund 4 Jahre. Der Neubau erfolgt im technisch anspruchsvollen so genannten Taktschiebeverfahren im laufenden Betrieb von Autobahn und Bahn. Der Begriff Taktschiebeverfahren bedeutet übersetzt, dass die alte Brücke Meter für Meter aus dem Lager geschoben und gleichzeitig die neue Brücke eingesetzt wird. Die Eisenbahnbrücke Burgweinting ist die technisch anspruchsvollste Einzelbaustelle beim Ausbau der A3.

Während der ersten Phase des Neubaus in 2018/2019 werden alle vier Spuren auf die (südliche) Richtungsfahrbahn Passau verlegt. Im Baustellenbereich gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h.

Zeitraum: Seit Februar 2018 für rund 4 Jahre

2019: Verbreiterung der A 3 über der Unterführung Junkersstraße (Bauwerk 60)

Die Autobahnbrücke über die Junkersstraße wird für den Ausbau verbreitert. Für die Verbreiterung der Nordseite der Brücke muss die Junkersstraße im Juni 2019 für vier Wochen gesperrt werden.

Zeitraum: März 2019 bis November 2020

Sperrtermine Junkersstraße: voraussichtlich im Juni 2019 für vier Wochen

2019: Erneuerung Unterführung Max-Planck-Straße/B 15 (Bauwerk 60/1)

Die Autobahnbrücke über die Max-Planck-Straße/B 15 wird erneuert. Die Verbindung bleibt grundsätzlich offen. Für den Abbruch und das Einheben von Trägern für den nördlichen Teil der Brücke muss die Max-Planck-Straße/B 15 im Jahr 2019 an zwei Wochenenden gesperrt werden.

Zeitraum: März 2019 bis November 2020

Sperrtermine Max-Planck-Straße/B 15: 13. bis 14. April 2019 und 3. bis 4. August 2019

2019: Provisorische Streckenverbreiterungen zwischen AS Regensburg-Ost und AS Neutraubling

Um Platz für vier provisorische Fahrspuren auf der südlichen Richtungsfahrbahn Passau zu schaffen, wird diese provisorisch verbreitert. Anschließend kann der Verkehr auf zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung auf der südlichen Fahrbahn fließen. Damit ist die nördliche Richtungsfahrbahn Nürnberg frei für den nachfolgenden Ausbau.

Zeitraum: ab Sommer 2019

2019: Erneuerung Überführung Kreuzhofstraße (Bauwerk 64)

Ab Ende Januar 2019 wird die landwirtschaftliche Brücke Kreuzhofstraße erneuert. Während des Neubaus ist die Brücke für den Verkehr gesperrt.

Zeitraum: Ende Januar bis November 2019

2019: Ausbau auf sechs Fahrspuren zwischen AS Neutraubling und Bauende

Nach dem gestaffelten Baukonzept wird zunächst die nördliche Fahrbahn (Fahrtrichtung Nürnberg) auf drei Fahrspuren verbreitert und die vorgesehenen Lärmschutzeinrichtungen werden errichtet. Während dieser Zeit fließt der Verkehr
vierspurig auf der südlichen Fahrbahn. Anschließend wird diese Fahrbahn auf drei Fahrspuren verbreitert und die hier vorgesehenen Lärmschutzeinrichtungen werden errichtet. Währenddessen fließt der Verkehr vierspurig auf der nördlichen Fahrbahn.

Zeitraum: Januar 2019 bis Dezember 2019

2018: Erneuerung Überführung Markomannenstraße (Bauwerk 57)

Seit April 2018 wurde die Brücke Markomannenstraße erneuert. Die Bauzeit betrug rund acht Monate. Während des Neubaus war die Brücke für den die Autobahn kreuzenden Verkehr gesperrt.  Seit 17. November 2018 ist die neue Brücke Markomannenstraße für den Verkehr freigegeben.

Zeitraum: Seit 9. April 2018 bis 17. November 2018

2018: Erneuerung Überführung Eisackerstraße (Bauwerk 62)

Seit März 2018 wird die Brücke Eisackerstraße erneuert. Die Bauzeit beträgt rund neun Monate. Während des Neubaus ist die Brücke für den die Autobahn kreuzenden Verkehr gesperrt. Der Autoverkehr wird über die Landauer Straße – Kremser Straße – Siemensstraße – Max-Planck-Straße sowie Leibnizstraße umgeleitet. Der Fußgänger- und Radverkehr wird auf derselben Strecke umgeleitet.

Zeitraum: Seit 12. März 2018 bis Ende November 2018

2018: Erneuerung landwirtschaftliche Überführung am Umspannwerk Neutraubling (Bauwerk 66) und Überführung Oberheising-Unterheising (Bauwerk 67)

Seit März 2018 wurden die landwirtschaftliche Brücke am Umspannwerk Neutraubling und die Brücke Oberheising-Unterheising erneuert. Die Bauzeit betrug jeweils rund sieben Monate. Während des Neubaus waren die Brücken für den die Autobahn kreuzenden Verkehr gesperrt. Am 19. Oktober erfolgte die Fertigstellung. Ab dem 20. Oktober können die Bauwerke von Fuß- Rad- und landwirtschaftlichem Verkehr genutzt werden.

Zeitraum: Seit 12. März 2018 bis 19. Oktober 2018

2018: Provisorische Streckenverbreiterungen (AS Neutraubling Richtung Passau)

Ab Anschlussstelle Neutraubling bis zum Ende des Ausbauabschnitts wurde die (südliche) Richtungsfahrbahn Passau seit August 2018 nach außen provisorisch verbreitert. Für diese Arbeiten wurden beide Fahrstreifen auf der Richtungsfahrbahn Passau verengt und zum Mittelstreifen gedrückt. Die Verbreiterung bereitet den Ausbau der (nördlichen) Richtungsfahrbahn Nürnberg ab 2019 vor. Um die nördliche Fahrbahn verbreitern zu können, müssen zunächst alle vier Spuren auf die südliche Fahrbahn verlegt werden. Der dafür notwendige Platz wird durch die provisorische Verbreiterung geschaffen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 werden die Seiten gewechselt, danach kann die südliche Fahrbahn ausgebaut werden.
Die Arbeiten zur provisorischen Verbreiterung konnten im Oktober 2018 vorfristig abgeschlossen werden.

Zeitraum: 6. August 2018 bis Oktober 2018

Verkehrsbeeinträchtigungen

Die A 3 wird während der gesamten Ausbaumaßnahmen weitestgehend vierspurig befahrbar sein. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, gilt in der Baustelle die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Polizei und Autobahndirektion beobachten das Geschehen genau und werden bei Bedarf die Geschwindigkeit weiter herabsetzen.

2019 wird die A 3 planmäßig an folgenden Wochenenden gesperrt (jeweils von Samstag ca. 20:30 bis Sonntag ca. 14 Uhr):

Sa, 16. Februar 2019 bis So, 17. Februar 2019 zwischen Anschlussstelle Regensburg-Universität und Anschlussstelle Rosenhof

Sa, 25. Mai 2019 bis So, 26. Mai 2019, – in Fahrtrichtung Passau zwischen Anschlussstelle Regensburg-Universität und Anschlussstelle Burgweinting – in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen Anschlussstelle
Regensburg-Ost und Anschlussstelle Regensburg-Universität

Sa, 20. Juli 2019 bis So, 21. Juli 2019 zwischen Anschlussstelle Regensburg-Universität und Anschlussstelle Rosenhof

Sa, 30. November 2019 bis So, 1. Dezember 2019 – in Fahrtrichtung Passau zwischen Anschlussstelle Regensburg-Burgweinting und Anschlussstelle Rosenhof – in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen Anschlussstelle
Rosenhof und Anschlussstelle Regensburg-Ost

Umleitungs- und Umfahrungskarten werden rechtzeitig unter SERVICE zum Download bereitgestellt.

 

Das Staatliche Bauamt Regensburg führt 2018 eine Reihe von Straßenbaumaßnahmen im Umfeld des Ausbaus der A 3 Regensburg durch. Eine aktuelle Übersicht finden Sie auf den Seiten des Staatlichen Bauamts Regensburg.

Bitte beachten Sie die Hinweise der Oberpfälzer Polizei zum Verhalten während des Ausbaus der A 3 Regensburg.

Informationen für Anwohner/innen

Während des Ausbaus der A 3 sind Verkehrsbehinderungen, Lärmbelastungen und Beeinträchtigungen durch Staubentwicklung leider unvermeidbar. Die Autobahndirektion Südbayern bemüht sich, die Einschränkungen für die Anwohner sowie die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Bitte beachten Sie unsere aktuellen Hinweise und Informationen im Bereich Service.

Zwei erste Informationsveranstaltungen zum Ausbau der A 3 Regensburg haben am 5. und 6. März in Neutraubling und Barbing stattgefunden. Die Termine für 2019 folgenden Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

FAQ

Das Bauvorhaben

Das Planfeststellungsverfahren für das Projekt wurde im August 2014 beantragt. Nach der Einwendungsfrist bis Ende Oktober 2014 führten Einwendungen und Stellungnahmen zu Änderungen bzw. Ergänzungen des Feststellungsentwurfes. Diese Tekturplanung genannte Planungsänderung wurde im November 2015 bzw. mit ergänzenden Unterlagen im April 2016 abgeschlossen. Am 27. April 2017 hat die Regierung der Oberpfalz zum Abschluss des öffentlichen Genehmigungsverfahrens den Planfeststellungsbeschluss erlassen.

Genutzt wird die bisher vierstreifige A 3 kommunal, regional und für den Reise- und Fernverkehr. 2010 waren es im Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Regensburg-Universität durchschnittlich rund 67.000 Fahrzeuge pro Tag. Für das Jahr 2030 werden 82.000 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert, in Spitzenzeiten wie im Urlaubsverkehr sind es schon heute knapp 100.000 Fahrzeuge pro Tag. Die Prognose schließt das zu erwartende Wachstum von Stadt und Region mit ein.

Vorentwurf
Aufstellungsdatum: 4. September 2009
Datum Gesehen-Vermerk: 8. November 2010

Feststellungsentwurf
Aufstellungsdatum: 1. August 2014
1. öffentliche Auslegung: 22. September bis 30. Oktober 2014
Ende 1. Einwendefrist: 13. November 2014
Aufstellungsdatum 1. Tektur mit Ergänzungen April 2016:  30. November 2015
öffentliche Auslegung: 6. Juni bis 6. Juli 2016
Ende 2. Einwendefrist: 20. Juli 2016
Erörterungstermine: 19. bis 21. Oktober und 28. Oktober 2016
Planungsfeststellungsbeschluss: 27. April 2017
Feierlicher Bauauftakt: 13. April 2018

Nach der offiziellen Baufreigabe durch den Bundesverkehrsminister Dobrindt liefen ab Herbst 2017 erste bauvorbereitende Maßnahmen an: erste vorgezogene Kampfmittelerkundungsarbeiten, Baufeldfreimachungen, Gehölzarbeiten, vorbereitende Arbeiten für Verkehrsumlegungen und weitere Bodenerkundungen. Am 12. März 2018 wurden die ersten drei querenden Brücken gesperrt, die vierte ist seit dem 9. April 2018 für den Verkehr gesperrt. Der feierliche Bauauftakt erfolgte am Freitag, den 13. April 2018, durch Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr. Am symbolischen Spatenstich in der Nähe der Brücke Burgweinting nahmen rund 200 Baubeteiligte teil. Am 18. April 2018 gingen die Arbeiten an der Bahnbrücke Burgweinting mit der Verkehrsumlegung aller vier Spuren auf die südliche Fahrbahn in die Hauptphase über.

Mit Rücksicht auf den Verkehr in der Region Regensburg werden nicht alle 16 querenden Brücken und Unterführungen gleichzeitig zurückgebaut und erneuert, sondern schrittweise nach einem abgestimmten Konzept. Parallel dazu beginnt abschnittsweise der Streckenbau mit der Verbreiterung der Autobahn. Das Baukonzept sieht vor, während der gesamten Bauzeit zwei durchgehende Fahrspuren in beide Fahrtrichtungen aufrechtzuerhalten. Das Autobahnkreuz Regensburg und die fünf Anschlussstellen im Ausbaubereich Regensburg-Universität, Regensburg-Burgweinting, Regensburg-Ost, Neutraubling und Rosenhof bleiben offen.

Die A 3 wird im laufenden Betrieb etappenweise ausgebaut. Dabei sind viele Aspekte zu berücksichtigen, unter anderem müssen parallel oder quer zur Autobahn laufende Energie-, Wasser- und Gasleitungen verlegt werden. Die hohe Komplexität des Projekts erfordert Geduld, auch seitens der Verkehrsteilnehmer. Einerseits: weil die Bundesautobahn bereits heute – ohne Baustellen – regelmäßig überlastet ist. Andererseits: weil der für die Bauarbeiten notwendige Platz aufgrund der räumlichen Nähe zur Stadt Regensburg und den Umlandgemeinden eingeschränkt ist und keine leistungsfähigen Umleitungsstrecken für die A 3 existieren. Beim Bau der Brücke Burgweinting muss zudem große Rücksicht auf den Schienenverkehr genommen werden.

Kosten und Finanzierung

Die Bundesrepublik Deutschland bzw. die Bundesfernstraßenverwaltung trägt die anfallenden Kosten – 230 Millionen Euro für den Ausbau der Autobahn und 40 Millionen Euro für den Neubau der Bahnbrücke Burgweinting.

Brückenbauwerke

Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der A 3 bei Regensburg werden insgesamt 16 Über- und Unterführungen ausgebaut bzw. erneuert, um Platz zu schaffen für die beiden zusätzlichen Fahrstreifen der A 3. Mit Rücksicht auf den Verkehr in Regensburg werden die Brücken nicht alle gleichzeitig, sondern nach einem abgestimmten Konzept schrittweise zurückgebaut und erneuert. Dabei stellt der Neubau der Bahnbrücke Burgweinting die aufwendigste Einzelbaumaßnahme dar.

Seit Februar 2018 wird die Brücke über die Bahngleise bei Burgweinting neu gebaut. Die Bauzeit beträgt rund vier Jahre. Der Neubau erfolgt im laufenden Betrieb von Autobahn und Bahn. Hierzu wurden zu Beginn der ersten Bauphase 2018/2019 alle vier Fahrspuren der A 3 auf die südliche Richtungsfahrbahn Passau verlegt um Platz für die Erneuerung der nördlichen Brücke in Fahrtrichtung Nürnberg zu schaffen.

Die Brücke wird im sogenannten Taktschiebeverfahren errichtet. Dabei erfolgt der Bau des zusammenhängenden Brückenüberbaus abschnittsweise in einer Fertigungsstätte (Taktkeller). Nach der Fertigung eines Brückenabschnitts (Takt) wird dieser mit den zuvor hergestellten Abschnitten verbunden und über die Pfeiler verschoben, um anschließend den nächsten Abschnitt herstellen zu können.

Im Jahr 2018 werden nach dem Baukonzept vier querende Brückenbauwerke abgebrochen und erneuert. Die Arbeiten begannen im März bzw. April 2018. Im Herbst 2018 erfolgte schrittweise die Verkehrsfreigaben der neuen Brückenbauwerke.
Während des Abbruchs und Neubaus sind diese Brücken für den Verkehr gesperrt. Umleitungskarten stehen auf der Projektwebseite unter SERVICE zur Ansicht und zum Download bereit.

  • Überführung Markomannenstraße (Bauwerk 57): 9. April bis 17. November 2018
  • Überführung Eisackerstraße (Bauwerk 62): 12. März bis Ende November 2018
  • Landwirtschaftliche Überführung am Umspannwerk Neutraubling (Bauwerk 66): 12. März bis 19. Oktober 2018
  • Überführung Oberheising-Unterheising (Bauwerk 67): 12. März bis 19. Oktober 2018

Innerhalb der Gesamtbauzeit werden sechs weitere Brücken erneuert. Die Termine werden im Herbst des Vorjahres veröffentlicht.

  • Überführung Unterislinger Weg (Bauwerk 56): Januar bis Ende November 2019
  • Überführung Kreuzhofstraße (Bauwerk 64): Januar bis Ende November 2019
  • Errichtung einer Behelfsbrücke Walhallastraße/Staatsstraße 2145: Sommer 2019 bis Dezember 2019
  • Überführung Walhallastraße/Staatsstraße 2145 (Bauwerk 65)
  • Überführung Augsburger Straße (Bauwerk 52)
  • Überführung Hadamarstraße/Rotsäulenweg (Bauwerk 51)
  • Überführung Staatsstraße 2660 (ehemalige B 8) an der Anschlussstelle Rosenhof (Bauwerk 68)

Innerhalb der Gesamtbauzeit erneuert die Autobahndirektion Südbayern fünf Unterführungen. Die Termine werden rechtzeitig veröffentlicht. Wie die Bahnbrücke Burgweinting bestehen auch die anderen Unterführungen aus zwei Teilen – einer für die Fahrtrichtung Nürnberg und einer für die Fahrtrichtung Passau. Bei jeder der folgenden Unterführungen werden die beiden Teile unabhängig voneinander erneuert, damit der Verkehr auf der A 3 weiterhin fließen kann:

  • Unterführung Landshuter Straße (Bauwerk 58): Januar 2019 bis Dezember 2020
  • Unterführung Max-Planck-Straße/B 15 (Bauwerk 60/1): Januar 2019 bis Dezember 2020
  • Unterführung Graßer Weg (Bauwerk 54)
  • Unterführung Universitätsstraße (Bauwerk 55)
  • Durchlass Augraben (Bauwerk 63)

Damit sie ausreichend Platz für die sechs Fahrspuren der A 3 bieten, müssen folgende Über- und Unterführungen baulich angepasst werden:

  • Unterführung Junkersstraße (Bauwerk 60): März 2019 bis November 2020
  • Durchlass Aubach (Bauwerk 61)

Drei Überführungen im Ausbauabschnitt müssen weder baulich angepasst noch erneuert werden:

  • Fuß- und Radverkehr-Überführung an der Universität Regensburg (Bauwerk 55/1)
  • Überführung Galgenbergstraße (Bauwerk 55/2)
  • Überführung Ostumgehung Neutraubling (Bauwerk 66/1)

Während des Rück- und Neubaus der Überführung Walhallastraße/Staatsstraße 2145 (BW 65) zwischen Neutraubling und Barbing wird eine Behelfsbrücke für den Kfz-Verkehr sowie Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung stehen. Diese Behelfsbrücke wird ab Sommer 2019 bis Ende Dezember 2019 errichtet.

Auch während des Rück- und Neubaus der Überführung Staatsstraße 2660 (ehemalige B 8) an der Anschlussstelle Rosenhof zwischen Rosenhof/Wolfskofen und Unterheising (BW 68) wird der Verkehr über eine Behelfsbrücke geführt.

Vollsperrungen

Zum Abbruch querender Brückenbauwerke sowie dem Ein- und Ausheben von Gerüsten und Brückenträgern sind Vollsperrungen notwendig. Diese Arbeiten sind wegen Sicherheit und konzentrierter Bauabläufe ohne Vollsperrung nicht durchführbar.

Mit Rücksicht auf den Berufsverkehr finden die Arbeiten stets von Samstag auf Sonntag statt. Zudem werden die Bauabläufe der jeweiligen Brücken und Unterführungen in jedem Jahr soweit optimiert, dass die nötigen Vollsperrungen miteinander kombiniert werden können. Unter großem Material- und Personaleinsatz werden die Bauwerke in wenigen Stunden zurückgebaut, auch das Ein- und Ausheben von Trägern und Gerüsten wird zeitlich zusammengelegt. Aus Rücksichtnahme auf Unternehmen werden Vollsperrungen nach Möglichkeit samstags erst um zirka 20:30 Uhr beginnen.

Die erste Vollsperrung der A 3 fand am 14./15 April zwischen den Anschlussstellen Regensburg-Universität und Rosenhof statt. Die zweite zum Einheben von Trägern und zur Schalungsmontage folgte am 16./17. Juni. Zum dritten und letzten Mal ausbaubedingt in 2018 wurde die A 3 am Wochenende 21./22. Juli voll gesperrt. In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 2018 erfolgte eine unplanmäßige Vollsperrung der A 3, um Asphaltschäden in der Baustellenverkehrsführung der Bahnbrücke Burgweinting zu beheben.

Die Vollsperrungstermine werden für jedes Jahr im Herbst des Vorjahres veröffentlicht.

2019 wird die A 3 planmäßig an folgenden Wochenenden gesperrt:

1. VOLLSPERRUNG
Sa, 16. Februar 2019, 20.30 Uhr
bis So, 17. Februar 2019, 14.00 Uhr
zwischen Anschlussstelle Regensburg-Universität
und Anschlussstelle Rosenhof

2. VOLLSPERRUNG
Sa, 25. Mai 2019, 20.30 Uhr
bis So, 26. Mai 2019, 14.00 Uhr
In Fahrtrichtung Passau zwischen Anschlussstelle
Regensburg-Universität und Anschlussstelle Burgweinting
In Fahrtrichtung Nürnberg zwischen Anschlussstelle
Regensburg-Ost und Anschlussstelle Regensburg-Universität

3. VOLLSPERRUNG
Sa, 20. Juli 2019, 20.30 Uhr
bis So, 21. Juli 2019, 14.00 Uhr
zwischen Anschlussstelle Regensburg-Universität und
Anschlussstelle Rosenhof

4. VOLLSPERRUNG
Sa, 30. November 2019, 20.30 Uhr
bis So, 1. Dezember 2019, 14.00 Uhr
In Fahrtrichtung Passau zwischen Anschlussstelle
Regensburg-Burgweinting und Anschlussstelle Rosenhof
In Fahrtrichtung Nürnberg zwischen Anschlussstelle
Rosenhof und Anschlussstelle Regensburg-Ost

Umleitungs- und Umfahrungskarten werden rechtzeitig unter SERVICE zum Download bereitgestellt.

Alle Zeitangaben, die die Autobahndirektion Südbayern veröffentlicht (online oder in Pressemeldungen bzw. Drucksachen) sind unverbindliche Zielvorgaben auf Basis des jeweils aktuellen Planungsstands. Änderungen oder Zeitanpassungen können sich jederzeit aufgrund der Witterung oder der Einflüsse Dritter ergeben. Die Autobahndirektion Südbayern bemüht sich darum, dass alle geplanten Zeiten eingehalten werden.

Tempolimit

Wegen der geringen Fahrstreifenbreite in Baustellenbereichen wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit hier auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt. Um einen kontinuierlichen Verkehrsfluss zu gewährleisten, wird die Höchstgeschwindigkeit in Abstimmung mit der Polizei auch zwischen den Baustellenbereichen auf 80 Kilometer pro Stunde reduziert.

Aufgrund von Erfahrungswerten können bei Bedarf weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen und in Abstimmung mit der Polizei eingerichtet werden.

Unfälle

Die Parameter Geschwindigkeit, Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme sind hinsichtlich der Unfallursachen auf Autobahnen entscheidende Faktoren, besonders im Bereich von Baustellen. Verantwortungsbewusst handelnde Verkehrsteilnehmer leisten einen entscheidenden Beitrag für ihre eigene aber auch für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und beugen unfallbedingten Störungen vor. In Punkto Geschwindigkeit und Abstand plant die Polizei auch entsprechende Überwachungsmaßnahmen – gerade in und vor Baustellenbereichen.

Polizeipräsidium Oberpfalz: Verhaltenshinweise der Polizei anlässlich des sechsstreifigen Ausbaus der Bundesautobahn (BAB) A 3 bei Regensburg

Kommt es zu einem Verkehrsunfall, können die Auswirkungen in und um Regensburg sehr gravierend sein. Deswegen bitte beachten:

Bei geringfügigen Schäden und soweit die Fahrzeuge noch fahrbereit sind, haben diese nach den ersten Abklärungen unverzüglich beiseite zu fahren (vgl. § 34 Absatz 1 Nr. 2 der StVO). Gerade in Baustellenbereichen wirken sich Bagatellunfälle sehr schnell negativ auf den Verkehrsfluss aus, deswegen ist es besonders wichtig, zügig beiseite zu fahren. Unfallbeteiligte, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, können mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 35 Euro belegt werden. Im Baustellenbereich sind dazu ausgewiesene Nothaltebuchten zu nutzen oder die Autobahn ist an der nächsten Anschlussstelle zu verlassen, um gefahrlos alle offenen Fragen klären zu können.

Polizeipräsidium Oberpfalz: Verhaltenshinweise der Polizei anlässlich des sechsstreifigen Ausbaus der Bundesautobahn (BAB) A 3 bei Regensburg

 

Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, muss für die Durchfahrt von Polizei-, Rettungs- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen eine Rettungsgasse gebildet werden.

Anfahrtprobleme für Rettungsfahrzeuge beginnen oftmals weit vor den Unfallstellen, wenn der Verkehr nur noch langsam fließt. Daher ist es wichtig, frühzeitig an die Bildung einer Rettungsgasse zu denken. Je eher Polizei-, Rettungs- oder Hilfsfahrzeuge an die Unfallstelle gelangen, umso schneller kann die Fahrbahn geräumt und der Verkehr wieder frei gegeben werden. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld von bis zu 320 € und ein einmonatiges Fahrverbot.

Polizeipräsidium Oberpfalz: Verhaltenshinweise der Polizei anlässlich des sechsstreifigen Ausbaus der Bundesautobahn (BAB) A 3 bei Regensburg

Die Autobahndirektion Südbayern wird überall dort wo es die Randbedingungen mit verhältnismäßigem Aufwand zulassen (Bebauung, Geländeverhältnisse, Lage von Lärmschutzanlagen und Schutzeinrichtungen, etc.), Rettungszufahrten anlegen. Sie gewährleisten, dass Rettungskräfte auf die Fahrbahn fahren können. Die Lage der Rettungswege wird kontinuierlich an die Bauphasen angepasst.

Verkehrsführungen/Umleitungen

Schon vor Baubeginn wurde von der Autobahndirektion Südbayern und der Polizei eine gemeinsame Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Bei ihren regelmäßigen Treffen erarbeiteten die Mitglieder Methoden, um Unfälle und Unfallfolgen möglichst zu reduzieren. Dazu zählt neben der Stauwarnanlage als Mittel, um Auffahrunfälle bei Stau zu reduzieren sowie Abstimmungen bei Baustellenverkehrsführungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen beispielsweise auch die Öffentlichkeitsarbeit für das Bilden von Rettungsgassen und das richtige Verhalten bei Unfällen.

Die Autobahndirektion Südbayern stimmt Bauprojekte, Verkehrsführungen und die notwendigen Vollsperrungen der A 3 mit den zuständigen Behörden in der Region eng ab – gerade in Bezug auf die Umleitungsstrecken. Grundsätzlich zählen sogenannte untergeordnete Straßen (Bundesstraßen, Staatsstraßen, Gemeindestraßen etc.) nicht zum Aufgabengebiet der Autobahndirektion Südbayern. Ziel der Abstimmungen der Behörden untereinander ist es jedoch, die Belastungen für die Verkehrsteilnehmer und Anwohner so gering wie möglich zu halten.

So wurden beispielsweise die Staatsstraße 2660 in der Gemeinde Barbing oder der Kreuzungsbereich Odessa-Ring/Landshuter Straße in Regensburg im Jahr 2018 so ausgebaut, dass der Umleitungsverkehr bei geplanten Vollsperrungen der A 3 in den Folgejahren hier besser fließen kann. Gleichwohl fällt nicht jeder Straßen- und Wegebau entlang der A 3 in die Zuständigkeit der Autobahndirektion Südbayern, auch wenn er zeitgleich mit dem Ausbau der A 3 erfolgt.

Die Autobahndirektion Südbayern stellt auf der Projektwebseite www.a3-regensburg.de unter dem Menüpunkt SERVICE Kartenmaterial zu geplanten Umleitungsstrecken zur Verfügung.

Die Autobahndirektion Südbayern sieht den Umstieg auf das Fahrrad als eine Maßnahme, die Verkehrsbelastung der A 3 gerade während der Bauphase zu minimieren. Sie legt daher großen Wert auf die Aufrechterhaltung der Radfahrstrecken über die Autobahn und entwickelt frühzeitig Umleitungspläne auch für den Rad- und Fußverkehr. Sobald ein ausgewiesener Fahrradweg wegen Baumaßnahmen gesperrt wird, ordnet die Straßenverkehrsbehörde das Aufstellen einer Umleitungsbeschilderung an. Wenn über gesperrte Brücken kein ausgewiesener Fahrradweg verläuft, empfiehlt die Autobahndirektion Südbayern dennoch Umleitungsstrecken für Radfahrer. In jedem Fall werden die Umleitungskarten auf der Projektwebseite www.a3-regensburg.de unter SERVICE zur Ansicht und zum Download zur Verfügung gestellt.

Alle Zeitangaben, die die Autobahndirektion Südbayern veröffentlicht (online oder in Pressemeldungen bzw. Drucksachen) sind unverbindliche Zielvorgaben auf Basis des jeweils aktuellen Planungsstands. Änderungen oder Zeitanpassungen können sich jederzeit aufgrund der Witterung oder der Einflüsse Dritter ergeben. Die Autobahndirektion Südbayern bemüht sich darum, dass alle geplanten Zeiten eingehalten werden.

Grundsätzlich ist das Befahren des Standstreifens nicht erlaubt, auch nicht in Stausituationen. Ausnahmen können nur von der Polizei vor Ort angeordnet werden. Um die Belastungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, wird der Verkehr auf der A 3 während des gesamten Ausbaus in beiden Fahrtrichtungen zweispurig geführt. Auf den 15 Kilometern Länge wird es während der Bauphasen immer wechselnde, dem Baufortschritt angepasste Verkehrsführungen geben, bei denen, wenn nötig, der rechte Fahrstreifen auf den Standstreifen umgelegt wird. Teilweise muss der Standstreifen temporär auch als Baustellenfläche genutzt werden. So wäre ein freigegebener Standstreifen immer wieder unterbrochen, was unweigerlich zu mehr Spurwechseln führt – und damit zu mehr Stau.

Aktuelle Verkehrslage

Um Verkehrsteilnehmer im Fernverkehr frühzeitig und zielgruppengerecht über geplante Sperrungen zu informieren, ergreift die Autobahndirektion Südbayern gezielt Maßnahmen, um die Reichweite der Informationen zu erhöhen. Dazu zählen das Einpflegen der Baustellen und Sperrungen in Verkehrsinformationsportale, auf die beispielsweise die Hersteller von Navigationsgeräten zugreifen. Bei geplanten baubedingten Vollsperrungen gibt es neben den lokalen Umleitungsstrecken weiträumige Umfahrungsempfehlungen. Zudem können sich Verkehrsteilnehmer vor Fahrtantritt auf der Projektwebseite www.a3-regensburg.de anhand aktueller Webcam-Bilder einen Eindruck vom Verkehrsgeschehen verschaffen. Die Webcams stehen auf Höhe der Anschlussstellen Regensburg-Burgweinting, Regensburg-Ost und Rosenhof im Ausbaubereich, sowie Sinzing und Wörth a.d. Donau/Wiesent vor dem Ausbaubereich. Die Bilder werden minütlich aktualisiert.

Weiterhin empfiehlt die Autobahndirektion Südbayern vor Fahrtantritt einen Blick auf die Karte zur aktuellen Verkehrslage von BayernInfo zu werfen: https://partner.bayerninfo.de/maps/partner/a3-regensburg_https.html

Während der Fahrt ist der Verkehrsfunk die beste Informationsquelle zur aktuellen Verkehrslage.

Die Dauer von unfall- und/oder notfallbedingten Sperrungen und Verkehrseinschränkungen lässt sich nicht planbar voraussagen. Sie ist immer abhängig von der Lage vor Ort und vielen weiteren Faktoren.

Die Autobahndirektion Südbayern empfiehlt vor Fahrtantritt einen Blick auf die Karte zur aktuellen Verkehrslage von BayernInfo zu werfen: https://partner.bayerninfo.de/maps/partner/a3-regensburg_https.html

Während der Fahrt ist der Verkehrsfunk die beste Informationsquelle zur aktuellen Verkehrslage.

Die ersten LED-Schilder der Stauwarnanlage weisen in beiden Fahrtrichtungen bereits rund 10 Kilometer vor dem Ausbaubereich auf mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen hin. Wenn der Verkehr auf der Ausbaustrecke stockt oder zähfließt, zeigen die Schilder „Staugefahr“ an. Zusätzlich sorgen dann gelbe Blinklichter für die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Im Falle der Staubildung zeigen die Schilder „Stau“ im Wechsel mit dem Piktogramm „Rettungsgasse“ an.

Gewässerschutz/Entwässerung

Die bisherigen Anlagen zur Ableitung des Niederschlagswassers der Fahrbahnen sind nach rund 50 Jahren weitestgehend erneuerungsbedürftig. Zudem werden die Entwässerungseinrichtungen an die künftigen Erfordernisse, an die heute anzuwendenden Regeln der Technik und die aktuellen Vorgaben des Gewässer- und Grundwasserschutzes angepasst. Hierzu werden neue Absetz- und Regenrückhalteanlagen nachgerüstet. Vom Niederschlagswasser mitgeführte Schmutzstoffe können so zurückgehalten werden. Dadurch kann insbesondere das Gefahrenrisiko bei Ölunfällen minimiert werden.

Lärmschutz

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung mit regelmäßigen Staus insbesondere zu den Spitzenzeiten, sind, wo möglich und sinnvoll, Arbeiten rund um die Uhr (24h-Baustelle) vorgesehen. In der Nähe von Wohnbebauung werden gerade lärmintensive Arbeiten zum Schutz der Bevölkerung auf die Tageszeit beschränkt. Ausnahmen sind hier die Arbeiten, die nur im Rahmen von kurzzeitigen Vollsperrungen notwendig sind.

Zum Schutz der angrenzenden Bebauung vor Verkehrslärm werden umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt, darunter Lärmschutzwälle sowie Wall-/Wand-Kombinationen mit einer Höhe von bis zu 14 Metern. Insbesondere auch die Verwendung eines Lärmschutzbelags führt zu einer Verringerung der Lärmbelastungen in den angrenzenden Bezugsräumen. Insgesamt werden rund 65 Millionen Euro in aktive Lärmschutzmaßnahmen investiert.

Vor dem sechsstreifigen Ausbau der A 3 wurden trotz vorhandener Lärmschutzanlagen Lärmpegel von 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts erreicht und zum Teil überschritten. Mit dem Ausbau werden umfangreiche aktive Lärmschutzmaßnahmen ergriffen, die insgesamt zu einer spürbaren Verbesserung der Lärmsituation führen werden.

Für einzelne Gebäude besteht dem Grunde nach Anspruch auf zusätzlichen, sogenannten passiven Lärmschutz, etwa durch das Einbauen von Lärmschutzfenstern. Diese Einzelfälle sind in den Lageplänen der Immissionsschutzmaßnahmen (http://www.abdsb.bayern.de/projekte/planung/planfeststellung_a3_regensburg-rosenhof_gleichgestellt.php) verzeichnet. Die Eigentümer der entsprechenden Gebäude werden rechtzeitig durch die Autobahndirektion Südbayern kontaktiert und darüber informiert, wie sie den passiven Lärmschutz in Anspruch nehmen können.

Das Begrenzen der Geschwindigkeit sorgt in erster Linie für mehr Verkehrssicherheit. Durch niedrige Geschwindigkeiten der Fahrzeuge verursacht die Autobahn zwar weniger Lärm – allerdings eher in Bezug auf die Pkw. Lkw werden durch eine Begrenzung der Geschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer auf 80 Kilometer pro Stunde nicht leiser, da sie ohnehin nicht schneller als Tempo 80 fahren dürfen.

Reinhaltung der Luft

Durch den Ausbau wird die Leistungsfähigkeit der A 3 im Raum Regensburg an das zukünftige Verkehrsaufkommen angepasst. Ausreichende Leistungsfähigkeit führt zu einer Stabilisierung des Verkehrsflusses. Diese wirkt sich günstig auf den Schadstoffausstoß aus. Durch die umfassenden Lärmschutzanlagen wird eine freie Ausbreitung von Luftschadstoffen eingeschränkt. In der luftschadstofftechnischen Untersuchung wurde die zukünftige verkehrsbedingte Schadstoffbelastung nach dem sechsstreifigen Ausbau der A 3 zwischen dem AK Regensburg und der AS Rosenhof berechnet: Die Grenzwerte werden deutlich unterschritten. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung der anliegenden Wo

Naturschutz

Für den Ausbau notwendige Baum- und Gehölzfällarbeiten finden zum Schutz brütender Vögel außerhalb der Brutzeit statt. Also nur zwischen dem 1. Oktober und 28. bzw. 29. Februar. Zum Schutz von Fledermäusen, die Baumhöhlen als Unterkunft nutzen, werden die zu fällenden Gehölze vor Baubeginn durch einen Fledermausspezialisten begutachtet. Dieser ist auch anwesend, sollte das Fällen von Bäumen notwendig sein, die von Fledermäusen bewohnt werden bzw. bewohnt werden können. Eventuell vorhandene Tiere werden dann umgesiedelt. Aus Rücksicht auf Reptilien in Winterstarre starteten beispielsweise die Baumaßnahmen auf offenen Böschungen und Flächen des Bahngeländes ausschließlich zwischen Mitte Mai und Mitte September.